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Hawaii vom 28.11. 27.12.1999

Rundreise
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Mit Flugzeug und Mietwagen unterwegs.

3.12. – Big Island

Uwe hat heute Geburtstag und sich eine dicke Erkältung geholt.

Aber heute geht’s auch weiter nach Big Island. Wir bekommen sogar noch eine Maschine früher. Wir fliegen über Molokai, Lanai und Maui. Der Flughafen auf Big Island sieht aus wie ein Busbahnhof – hier ist nichts darauf ausgelegt, dass es -ausser vielleicht Regen - richtig schlechtes Wetter geben könnte, alles ist im Freien. Alles klar, um 12.00 Uhr sind wir schon im Hotel Royal Kona Resort. Wieder ein ziemlicher Kasten, aber direkt am Meer. Das Zimmer ist mit “Garden View” und wir können sogar das Meer sehen. Rundgang im Hotel und einige Zeit am Pool, der direkt an der Küste liegt. Von hier aus  können wir eine ganze Zeit einer Großfamilie Delphine beim Spielen und toben zusehen. Das Hotel hat auch eine Badebucht, die direkten Zugang zum Meer hat und in der zwei riesige Schildkröten schwimmen. Es ist jetzt ziemlich bewölkt und wir beschliessen etwas früher essen zu gehen. Fast direkt dem Hotel gegenüber ist das Hardrockcafe Kona, wo man prima im 1. Stock draussen direkt über dem Meer sitzen kann. Uwe’s Geburtstagsessen – ein riesiges Teil Spareribs und ein ‚Hurrican’. Danach neu einkleiden mit HardRockCafe T-Shirt und Mütze. Im Ort hätten wir uns beinahe übernommen mit einem überdimensionalen Eis. Im Hotel gibt’s zur Unterhaltung ein Luau und abschliessend den Geburtstagssekt am Balkon.

4.12.
Mit einem jetzt total verschnupften Uwe  fahren wir in Richtung Süden zu den Vulkanen. Aber zuerst Frühstück mit traumhaftem Blick über die Kona Coast . Ein Abstecher zum  Black Sand Beach mit seinem feinen schwarzen Lawa Sand den vor allem die Wasserschildkröten lieben, darf nicht fehlen.
Gegen Mittag Ankunft im Vulcanic Nationalpark.Die Fahrt durch den Park ist schon sehr beeindruckend. Man sieht immer wieder den über 4000 m hohen schneebedeckten Mauna Kea. Riesige Lavafelder, rauchende Krater und überall Löcher aus denen Qualm und Schwefeldampf  kommt. Gegen ½ 4 Uhr sind wir endlich an der Stelle wo die Straße verschüttet ist und man wirklich nur noch zu Fuß über endlose Lavafelder zu dem aktiven Lavaausfluß des Kilauea kommt.
Es ist schon ein sehr merkwürdiges Gefühl über Lavafelder zu laufen, die  rein theoretisch an jeder Stelle wieder aufbrechen könnten.
Nach ca. ½ Std. kommen uns zwei Rancher entgegen, von denen wir erfahren,  dass es immer noch ca. 2 Meilen sind. Das sind hin und zurück 6 Meilen, die wir vor dem dunkelwerden wohl nicht mehr schaffen, Man sollte das auch nicht ohne Wasser und richtige Ausrüstung (d.h. Taschenlampe, Wasser, Kopfschutz) gegen die Hitze und den starken Wind angehen. Also an einem anderen Tag ein neuer Versuch.

Wir fahren zurück über wahnsinnige Lavaflüsse, die über riesige Hänge gelaufen sind. Kurz noch durch die 200 Jahre alte Thurston Lava Tube. Dann ist es schon beinahe dunkel  und wir haben noch ca. 150km bis in´s Hotel.

Kurz vor Kona  in Captain Cook essen wir noch in dem uralten Manago Hotel – steht nicht mal dran, dass es ein Restaurant hat - aber tolles Essen.. Im Hotel noch kurz den Rest Sekt vom Vortag und ab ins Bett fix und alle!

5.12.
Heute morgen geht es in die andere Richtung, am Flughafen vorbei durch einen alten Lavafluss am Hwy, an den grössten weissen Sandstrand Big Islands, den Hapuna Beach Statepark an die Spitze, wo wir im Bambusgarden in Hawi brunchen. Hier oben ist alles Weideland es ist noch windiger, die Bäume hängen total nach einer Seite. Wir versuchen jetzt doch noch bis Hilo zu fahren. Vom Pololu Valley Lookout hat man einen wunderschönen Blick auf die umtoste Steilküste. Eigentlich wollten wir im Waipi’o Valley bis zu den Wasserfällen. Aber nachdem diese Straße nur für 4x4 frei ist und sich herausstellt, dass es eine 8Std. Tour zu Fuß ist, lassen wir es doch. Hier an den NW-Seite ändert sich die Vegetation schon wieder total. Sie geht von der riesigen Weideflächen der Parkers Ranch, der größten in USA mit über 90.000 ha!!! Land, über in Dschungel.

Uwe findet natürlich doch noch eine Straße, die wunderschön  (aber ziemlich offroad) ans Meer führt. Ab jetzt gibt’s außer den Akaka-, Kahna- und in Hilo die Rainbow- und Pe’epe- Falls noch jede  Menge andere.

Jetzt ist es schon wieder fast dunkel, am Rückweg gibt’s in Parker’s Ranch Grill noch super Prime Ribs mit Argentinischenm Wein in sehr gediegender Umgebung.
Ich wünschte man würde in Deutschland auch mal gutes Fleisch kriegen, aber uns geben sie nur BSE.

6.12.
Wie beschlossen, heute noch mal zu den Vulkanen zu fahren, unterwegs Frühstück wie gehabt, mit Kona Kaffee und Blick auf ein Meer von Weihnachtssternen.
Es wird eine geführte Tour angeboten zum Mauna Ulu (Wachsender Berg). Der Racher erklärt sehr viel über die Pflanzen, die verschiedenen Lavaflüsse usw. – sehr interessant. Vom Mauna Ulu aus kann man die Eruption des Kilauea sehen, allerdings ziemlich weit weg. Für bessere Sicht müsste man bis zum Napau Crater laufen, das sind noch mal ca. 10 km einfach.Wir beschliessen noch einige andere Krater anzuschauen und dann den „Grünen Strand“ zu suchen.

Es geht eine ziemlich gerade, allerdings nur 1spurige Strasse 12 Meilen durch Weideland, vorbei an einem Windkraftwerk  an eine tolle Steilküste zum Southpoint. Hier sind Angler, die sehr abenteuerlich über eine senkrechte Leiter ca. 10-15 m tiefer in ihre Boote steigen  und ihren Fang über Seilwinden hochziehen – nichts für jemand der nicht absolut schwindelfrei ist.

Es ist inzwischen schon ziemlich spät und es bläst sehr stark. Die grüne Bucht muss noch weiter südlich sein, aber es führt nur eine Piste weiter, macht nichts Uwe freut’s. Nach einigem Suchen an Heiau’s vorbei finden wir wirklich grünen Sand.

Am Rückweg versuchen wir noch mal das gute Essen in Mananga Hotel, aber leider Montags geschlossen. Na gut, dann “all you can eat Shrimps + Steak” im Sizzler’s.

7.12.
Heute geht’s nochmal an die SW-Küste unterhalb von Hilo über die berühmte “Saddelroad”, die einzige Verbindung zwischen West und Ost. Teilweise fast einspurig aber sehr schön zwischen dem Mauna Kea und dem Mauno Loa durch. Auf den Mauna Kea führt bis auf  2800 m eine gut ausgebaute, aber sehr steile Strasse hoch. Komische Pflanzen gibt es hier, sehen aus wie das HangLoose Zeichen. Ab hier führt nur eine Piste weiter, hab’ ich mich wieder nicht weiter getraut.  Wir spüren die Höhe aber auch hier schon. Ein paar Jungs haben einen Cherokee voll Schnee von oben geholt und schaufeln ihn in einen Pickup und Kühlboxen um.

Südlich von Hilo gibt es wunderschöne, abgelegene State Parks, mal total ohne japanische Reisebusse. Die Strasse geht bis zur anderen Seite des Lavaflusses vom Kilauea. Super Wohngegend – aber wie lange noch??

Zurück zur Parkers Ranch in Waimea im strömenden Regen. Wieder super Abendessen und es ist wirklich nicht zu glauben – kurz hinter Waimea ein wahnsinniger  Sternenhimmel.
Zurück im Hotel werden die Koffer gepackt denn morgen geht´s nach Maui.

 
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